Ruta de Los Siete Lagos.

Wir mussten kurzfristig unsere Rute ändern. Das Auto macht Probleme. Auf der argentinischen Seite ist eine IVECO Werkstatt, also über die Grenze nach Epuchen. Zum ersten mal gab es Probleme mit dem Zoll. Nach zwei Stunden durften wir endlich weiter. So richtig konnten sie in der Werkstatt das Problem auch nicht beheben, also mit südamerikanischer Gelassenheit weiter fahren, beobachten und ab und zu Hydrauliköl nachfüllen. Wir haben es locker genommen und sind jetzt auf der Panamerica, die auch ein Teilstück der sieben Seen Rute(ca 500 km lang)durch Argentinien und Chile ist. Die Panamerica wurde in den letzten Jahren weiter ausgebaut, was sich natürlich besser fahren läßt aber auch ein Stück der Romantik nimmt. Wobei die Landschaft auch hier wunderschön ist. In den großen Städten waren wir vor Jahren schon einmal und sind von der Entwicklung fast erschlagen aber auch begeistert.

El Bolson, vor Jahren ein Treffpunkt der Hippis in Südamerika, heute eine moderne Künstlerstadt mit vielen Gallerien und Kunstmärkten

überall können sich Hobbykünstler verwirklichen

Bariloche, schon immer ein Wintersportort, der auch im Sommer begeistert
Die Stadt wurde von Schweizern gegründet. Noch heute weht vor vielen Geschäften die Schweizer Flagge. Die Stadt ist wegen der vielen Schokoladenmanufakturen für Schokoladenliebhaber ein Traum
La Angostura sieht aus wie eine moderne Gauchostadt und ist ein touristischer Leckerbissen
Die Zufahrt vom Berg nach San Martin ist einfach sehenswert
San Martin de Los Andes, seit meinem ersten Besuch vor fast 15 Jahren schon immer meine Lieblingsstadt. Sie hat alles um hier zu leben, aber leider auch einen harten Winter mit viel Schnee. Hier haben wir gute Freunde besucht und notwendige Dinge erledigt.
Am Abend haben wir den 127 Stadtgeburtstag mitgefeiert, viele Umzüge, Musik und Tanz.

Von hier ging es dann über den Paso Hua Hum wieder weiter Richtung Chile immer auf der Ruta Siete Lagos. Der Paso ist nur im Sommer für 3 Monate geöffnet und sehr schwer zu fahren. Das Land ist alles Mapuche Land und ein Naturschutzgebiet. Wir hatten Glück und durften mit viel Überredungskunst zwei Nächte bleiben. Allein am See mit der Natur und den Tieren. Die Wassertemperatur im See hat auch zum Schwimmen eingeladen.

Blick aus dem Auto auf der Passtraße
machten am Morgen ordentlich Krach
Im Dorf erzählte uns der kleine Samuel mit Stolz das er einer der besten seiner Klasse ist und gerne zur Schule geht. Auf meine Frage ob er später mal zum Studieren oder zur Ausbildung in eine große Stadt gehen will macht mich seine Antwort sprachlos.“ warum soll ich hier weggehen, es ist so schön , du kommst extra aus Deutschland um das zu sehen“

Auf der Chilenischen Seite mussten wir zwischen Pirihueico und Puerto Fuy die Fähre nehmen. Drei Stunden durch eine tolle Fjordlandschaft.

Danach weiter immer an noch aktiven Vulkanen entlang. Der letzte Ausbruch des Villarica war erst 2015.

Jetzt geht es für uns langsam wieder Richtung Norden.

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