Paraguay

Der erste Eindruck von Land ist positiv. Sehr gut ausgebaute Straßen. Aber natürlich auch wieder große Entfernungen. Bis zu unserem ersten richtigen Ort nach der Grenze waren es gut 300 km.

Tourismusbüro der Stadt

Die erste Stadt die wir besuchen ist Filadelfia(oder Fernheim) eine von deutschen und kanadischen Mennoniten gegründeter Ort. Noch heute wird hier viel deutsch gesprochen. Viele Schilder sind zweisprachig. Die gemütliche Kleinstadt soll eine der schönsten Kleinstädte Paraguays sein. Sehr interessant ist, dass viele Dinge altmodisch anmuten und auf der anderen Seite viel Wert auf modernes gelegt wird. In der sehr modernen Bibliothek trifft man sich am Nachmittag zum Kaffee trinken und lesen, hier gibt’s Bücher in Spanisch und Deutsch. Die Geschäfte schließen von 12.-14.00 Uhr und für Südamerika ungewöhnlich schließen sie auch pünktlich 18.30 Uhr! Sonntags ist alles geschlossen! Da ist Kirche angesagt. Die Weihnachtskultur wird hier voll gelebt. Weihnachtsmärkte, Glühwein und sogar leckeren Rumtopf. Das alles bei 30 Grad.

Bis hier sind wir schon wieder über 4000 km gefahren. Hört sich viel an, war aber mehr eine tolle Besichtigungstour mit vielen Erlebnissen. Alte Freunde getroffen, Erfahrungen ausgetauscht und viel gelacht.
Von Filadelfia sind wir nach 4 Stunden fahrt durchs Niemandsland in der Hauptstadt angekommen. Das schwerste war einen geeigneten Standplatz oder Campingplatz zu finden.
Da hatten wir großes Glück. Ein Platz mit Schatten, bei 35 grad schon wichtig und relativ dicht am Centrum.
Die Kathedrale für die Helden des Landes. Unsere Stadtbesichtigung haben wir nach 2 Stunden beendet und ein kühles Getränk im Stadtpark vorgezogen. Auf die typischen Touristentouren(Boot, Bus) haben wir bei den Temperaturen verzichtet.
Die Bäume im Stadtpark sollen 250 Tage ohne Wasser überleben können
Hier in Acunsion haben wir bei einem großen IVECO Händler auch gleich notwendige Reparaturen(Windschutzscheibe, Radaufhängung und verschiedene Kleinigkeiten) machen lassen. Mussten zwar im Camper auf dem Betriebsgelände übernachten, was aber nicht so schlimm war. Gaststätte und Pool gehören zum Betrieb! Toller Service.

Weiter ging’s nach San Bernardino. Einer kleine Stadt am See. Einen geeigneten Standplatz haben wir leider nicht gefunden. Trotz Sommerwetter ist hier noch fast alles geschlossen. Die Saison beginnt am 15.12. Dann wird der Ort von Touristen übervölkert.

Endlich einen tollen Standplatz gefunden. Leider ist der Weg für unseren Camper zu niedrig.
In drei Wochen ist hier das große Tanzfestival.

Auf dem Weg zur Grenze, dank Tipps von Einheimischen, eine schöne Oase entdeckt. Liegt eigentlich im Nirgendwo, bietet aber alles was man für einen schönen Kurzurlaub braucht. Ist hauptsächlich eine Estancia mit angeschlossenem Hotel. Auf die Reitausflüge haben wir aber verzichtet.

Wie immer in der Vorsaison, leer! Kommt uns natürlich sehr entgegen. Morgen oder übermorgen wollen wir weiter zu den Wasserfällen.

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