Vom Pazifik über die Anden

Der Pass Vergara über die Anden nach Argentinien war natürlich der Hammer, die unendlichen Weiten, fast unbewohnt, kann man in Bildern gar nicht festhalten. Nicht immer einfach zu fahren haben wir trotzdem Höhen von über 4000 m geschafft.

Die Stadt Malargüe, der erste Ort nach 200 km durch die Berge ist eigentlich ein touristisch toll angelegter Wintersportort, hat aber auch im Sommer seine Reize.

jetzt ein kleiner Bach und im Frühjahr ein reizender Strom
See auf 2800 Höhe
übernachten in den Bergen
Malargüe

Am Pazifik immer weiter Richtung Norden haben wir wunderschöne Buchten, tolle Dörfer und Menschen kennen gelernt. Nach dem wir dann doch Richtung Argentinien abgebogen sind haben wir uns vorgenommen den Pazifik irgendwann einmal den ganzen Sommer zu bereisen.

Hafen der Stadt Lebu
leider ist der Pazifik meistens zu kalt oder zu wild zum schwimmen
Morgens auch mal schön ruhig(allerdings sehr selten)
einer der vielen schönen Abende am Pazifik

Pazifik

Da wir auf der Fähre unser Auto nutzen konnten waren die 11 Stunden sehr entspannend. Die Gletscher und Vulkane in den Fjorden sind beeindruckend. Aber nach Einbruch der Dunkelheit haben wir natürlich unseren Camper genutzt und kamen am Morgen zur Frühstückszeit entspannt an. Nach einem kurzen Tripp ins Landesinnere zum Besuch zweier von deutschen Auswanderern geprägten Dörfern ging es aber direkt wieder ans Meer. Überrascht waren wir von den vielen deutschen Traditionen und der Vielzahl von deutschen Auswanderern in den letzten Jahren.

die Fähre
Vulkan Osorno
Fruitelar
Der Stolz der Feuerwehr, leider hinter Glas
Club Aleman mit Gaststätte

Sportplatz des Club Aleman

Hinter den Dörfer begann der nur von Mapusche bewohnte Landstrich. Die bewohnten und teilweise unbewohnten Buchten und Täler sind meist noch ursprünglich und touristisch nicht erschlossen. Gerade das macht den Reiz unserer Reise aus.

Blick auf das Dorf
Hauptstraße des Ortes

Delphine dicht am Strand und Spaziergang der Hausschweine, die hier neben Kühen, Ziegen und Hunden frei rumlaufen

gibt’s hier an fast jeder Ecke

Gletscher

Trotz der vielen Kilometer haben wir erst sehr wenig von Südamerika gesehen. Den kälteren Süden heben wir uns für die nächste Reise auf. Es gibt so viele schöne Orte wo wir einfach länger geblieben sind. Weiter in den Süden wollten wir jetzt auch nicht mehr. Das Wetter dort wird so langsam winterlich. Aber ab Morgen schaffen wir viele Kilometer ohne uns anzustrengen. Mit der Fähre geht’s durch die Fjorde Richtung Norden und dann noch mal ans Meer.

Chaiten
der Ort von der Fähre aus

Gletschersee(für Eisbader)

Camping an der Südseite des Sees
unsere ungefähre Route bisher

Die Anden

Wie immer ist die Tour durch die Anden wunderschön. Kleine Städte und Dörfer, nette Menschen und eine Natur wie für einen Naturfilm aufgebaut. Am letzten Wochenende hatten wir das Glück ein Rodeo zu erleben, hier im Süden Chiles Volkssport und ein Muss. Vom Nationalstolz waren wir beeindruckt. Beim abspielen der Nationalhymne standen alle auf und sangen mit! – Wir campen hier in einem kleinen Dorf hoch in den Anden und gerade hat uns eine Frau frische Eier fürs Frühstück gebracht!- Jetzt gehts weiter in den Norden, zwei Tage Thermalbäder und dann an den Pazifik.

die Arena

Einmarsch der Gaucho
Blick auf COYHAIQUE

ein riesiges Gauchofest in der Stadt, aber ab 12.30 Uhr ist Mittagsschlaf bis 16.00 und dann geht’s aber bis 5.00 Uhr in der früh
Blick aus dem Auto heute Morgen

La Pampa

Die ca. 800 km durch die Pampa und über den Pass nach Chile und das größten Teils auf Schotterpisten waren anstrengend und wunderschön. Nach der Fahrt über den Pass haben wir ernsthaft überlegt noch einmal umzukehren, so schön war die Landschaft. Das große und wenig bewohnte Patagonien ist einfach beeindruckend. An einem Tag ist uns nur ein Auto begegnet !

eine vergessener Rastplatz in der Pampa
passte dazu
wegen der vielen Hunde haben wir es vorgezogen vor dem Tor zu schlafen
Blick aus dem Auto
solche Begegnungen gibt’s nur hier, die Gauchos schaffen täglich ca 50 km mit der Herde
Schöner Rastplatz
die nächste Grenze überquert
die Weite des Landes kann man nicht in Bildern festhalten

Puerto Madryn

Die erste lange Tour durch ein kleines Stück Pampa war angenehm und entspannend. Die Stadt selber gilt als Tor zur Halbinsel Valdez, mit vielen Touristen, aber auch sehr vielen Sehenswürdigkeiten und super modern. Die Halbinsel ist ein fast komplettes Naturreservat, mit einem kleinem Ort und ansonsten vielen schönen Aussichtspunkten auf die Landschaft und natürlich auf die vielen Tiere. Die Seelöwen und Seeelefanten alleine sind eine Reise wert. Die drei Tage in der Stadt haben wir genossen. Annehmlichkeiten wie Wellness und gutes Essen bereiten uns auf die lange Fahrt durch die Pampa nach Chile vor.

eines der vielen Strandbäder

der nördlichste Punkt der Halbinsel

Weiter in den Süden

Auf unserem Weg weiter Südwärts immer am Meer entlang machen wir halt in kleinen Orten. Oft sind wir hier die einzigen Touristen, was aber auch den Reiz unserer Reise ausmacht. Die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Leute dort begeistert uns immer wieder.

Weiter südwärts ändert sich auch immer mehr die Vegetation. Die Orte sind immer weiter voneinander entfernt, das Wasser im Meer wird leider immer kälter und der Wind nimmt zu. Morgen bzw. übermorgen wollen wir die Halbinsel Valdez erreichen.

kleines Dorf
kleine und einzige Gaststätte mit Livemusik
einsamer Strand
der Wind als ständiger Begleiter
Strandzufahrt über die Dünen, am Abend war der Weg schon wieder zugeweht

Argentinien

Nach der schönen Zeit in Uruguay freuen wir uns auf Argentinien. Die Formalitäten an der Grenze waren recht unkompliziert. Alle Papiere wurden akzeptiert und Lebensmittel konnten wir auch alle mitnehmen ( hier eigentlich nicht erlaubt).

unsere erster Platz in Argentinien, direkt am Fluss gelegen

Leider hatten wir danach etwas Pech, in Mar del Plata wollte uns einer von der Straße schubsen. Der entstandene Blechschaden hielt uns drei Tage in der Stadt fest. Direkt am Meer gelegen war es nicht so schlimm.

unser Unfallgegner

Bei Unfällen ohne Personenschaden kontrolliert die Polizei nur die Versicherung und fährt wieder.

Alles kein Problem, Auto wieder heile, wir sind wieder auf dem Weg in den Süden. So lange es das Wetter zulässt fahren wir immer am Meer lang weiter Südwärts.

Colonia del Sacramento

Direkt am Rio de la Plata gelegen lohnt sich ein Besuch der ältesten Stadt Uruguays. Die Altstadt wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Überall begegnet man Zeitzeugen der Geschichte aber auch viele kleine Geschäfte und Gaststätten. Am Abend hört man auf der Straße und in vielen Gaststätten Livemusik. Bevor es morgen nach Argentinien geht haben wir den kulturellen Höhepunkt genossen.

Rathaus
Stadtrundfahrt mal anders
viele dieser Autos stehen als Fotoobjekte in der Stadt

der alte und der neue Leuchtturm

Allradfahrzeug getestet

Manchmal wird Mut nicht belohnt. Einen tollen Stellplatz in den Dünen und dazu noch ganz allein. Ich hätte nicht geglaubt das der 4×4 versagt. Wir haben uns total festgefahren. Nach ca. 2 Stunden harter Arbeit mit der Schippe und den Sandblechen haben wir es aber geschafft uns zu befreien. Vor Ärger haben wir vergessen Fotos zu machen.

Eine kleine Stadt am Meer zur Mittagsschlafzeit

Blick aus dem Camper

Zufahrt zum Strand
wieder mit dem Rad unterwegs
Strandgut

Das Auto

Seit zwei Tagen haben wir endlich unser Auto hier. Einfach toll. Alles eingerichtet, getankt, Gasflaschen gefüllt und eingekauft sind wir noch in Uruguay an der Küste Richtung Norden unterwegs. Nach Punta del Este wird es mit jedem Kilometer noch schöner, landschaftlich und architektonisch. Ich hätte nicht geglaubt wieviele Berühmtheiten hier Grundstücke haben. Direkt am Meer in der Nähe des Leuchtturms haben wir einen schönen Platz, für mindestens zwei Tage gefunden.

Danach wollen wir eigentlich Richtung Argentinien fahren, so der grobe Plan.

Punta del Este

unser Stellplatz
Zufahrt zur Lagune

Piriapolis

Das Auto lässt weiter auf sich warten. Ist an diesem schönen Platz aber erträglich. Unsere Cabana liegt 100 m vom Strand entfernt, die Sonne scheint, was braucht man mehr?

Heute haben wir den Linienbus in die nächst größere Stadt genommen und einen schönen Einkaufsbummel gemacht. Die dort gekauften Fahrräder gleich auf der Rücktour getestet.

Die alte Festung
Abends schön am Strand gesessen
Einer der vielen Springbrunnen
Weihnachtsbaum
heute Morgen war das schwimmen ein kleines Abenteuer
Eine Gaststätte weihnachtlich geschmückt am Strand ist schon ungewöhnlich