Santa Anita

Ein von Deutschen gegründeter Ort hatte 125 Jahrfeier. Das Moderne und die Tradition wurden mit einem großen Fest gewürdigt. Wie in Argentinien üblich mit viel Musik und Tanz. Natürlich hat ein großes Asado nicht gefehlt.

Von hier aus ging es für uns noch ein mal für drei Tagen nach Urdinarrain. Es war schön unsere Freunde zu treffen.

Unsere Weiterreise aus Urdinarrain verzögerte sich um einen Tag. Über Nacht haben sich die Rackas(Marder) an unserem Auto vergnügt. Zur geplanten Abfahrt ging nichts mehr. Dank einer guten Werkstatt konnten wir am anderen Tag aber weiter nach Uruguay.

In Uruguay angekommen haben wir noch einen guten Bekannten am Rio Uruguay besucht und eine Spritztour mit seinem Oldtimer gemacht. Auf den Weg zum Meer entspannen wir noch für 3 Tage in den Termas. Toll gelegen, direkt am See, der wegen der Kaimane leider nicht zum schwimmen geeignet ist. Toller Tipp von Einheimischen.

Denkmal für den Volkshelden Artegas
Baujahr 1938( das Auto😉)
Verwaltungsgebäude der Stadt Salto
da lässt es sich aushalten, Termas mit verschiedenen Becken und Temperaturen

Buenos Aires

Wir sind wieder zurück und voller Vorfreude auf unser nächstes Abenteuer. Die Zeitumstellung hat uns keine so großen Probleme bereitet wie das Wetter. Die Metropole hat uns nicht zur Ruhe kommen lassen. Das Hotel direkt am Obelisken an der Hauptverkehrsader gelegen ist zwar schön aber natürlich laut.

am Hotel
Präsidentenpalast
La Boca, das verrückteste Stadtviertel am alten Hafen. Früher kaum zugänglich und heute ein touristischer Leckerbissen. Hier dreht sich alles um Künstler, den Tango und natürlich um Fussball und Maradona.
unzählige Fanshops und überall Maradona
das berühmte Stadion( La Bombonera- die Praline)
auf vielen Plätzen und den typischen Hafenkneipen wir den ganzen Tag getanzt
Am Abend ging es natürlich ins Tangotheater. Das Porteno soll das schönste sein. Die Show war große Klasse.

Heute geht’s mit dem Bus weiter nach Urdinarrain, schon fast unsere zweite Heimat, zu unseren Freunden.

Langsam zurück

Nach Mendoza gibt es eine ganz andere Landschaft. Nachdem die Wein- und Olivenfelder hinter uns liegen sehen wir wieder viele Rinderherden. Einige Orte haben wir schon mal vor vielen Jahren besucht und nicht wiedererkannt. In San Juan haben wir auch unsere Gasflaschen wieder füllen können. Ist wegen die vielen verschiedene Systeme nicht immer einfach. Mittlerweile haben wir schon drei Adapter. Immer wieder spannend sind die biologischen Kontrollen nicht nur an den Provinzgrenzen. Obst, Gemüse und manchmal auch Fleisch darf in bestimmte Gebiete nicht eingeführt werden.

Hier in Rio Cuarto hatten wir einen tollen Platz am Fluss, die Altstadt leicht mit dem Rad zu erreichen. Gegen 21.00 Uhr zog ein ordentliches Unwetter auf, Zwei Stunden später sah der Fluss schon recht wild aus. Morgens gegen 02.00 Uhr wurden wir geweckt und zur Sicherheit weggeschickt, die restlichen Nachtstunden mitten in der Stadt waren nicht so ruhig. Am anderen Tag stand die komplette Wiese unter Wasser. Glück gehabt!
einer unserer vielen tollen Übernachtungsplätze.
Das Rathaus von Villa General Belgrano
Wer in der Provinz Córdoba ist muss natürlich die Stadt General Belgrano besuchen. Von Deutschen und Schweizern gegründet gibt es hier immer noch viele deutsche Traditionen. Richtig geprägt haben die Matrosen der „Graf Spee“ nach 1945 den Ort. Noch heute tragen viele Geschäfte deutsche Namen. Da viele Matrosen aus Thüringen kamen und natürlich Skat gespielt haben wird hier auch heute noch viel Skat gespielt. Leider finden die vielen Skattuniere nicht in den Sommermonaten statt.
Die Stadt lebt heute natürlich auch vom Tourismus. Wir hatten auch gleich Kontakt zu den Leuten hier. Hätten wir alle Einladungen angenommen müssten wir Wochen bleiben.
Nur 100 km weiter und eine ganz andere Welt. Villa Carlos Paz ist hoch modern mit vielen Shoppingcenter, Einkaufsstraßen und eine zur Promenade umgebaute ehemalige Brücke.
Tolle Strandpromenade am Stausee, jetzt nach den Ferien schön leer.
In der Nähe von Santa Fe haben wir nach langem suchen endlich einen Platz gefunden. Hier im Delta gibt es wenig Möglichkeiten direkt bis an den Fluss zu kommen. Sonntag noch überfüllt und am Montag menschenleer.
Die letzten Bilder vom Fluss und dann geht es nach Urdinarrain, dem Ende unserer Reise entgegen
Unterwegs noch kurz das Dorf Maria Luisa besucht. Sehr elegant mit Privatschule und tollen Villen.
unser letztes Teilstück

Nach fast 14.000 km in Urdinarrain angekommen. Die Zeit verging wie im Fluge. Hier gibt es noch ein tolles Fest mit unseren Freunden und sicherlich noch einen Asadoabend. Das Auto muss noch für die nächste Reise fertig gemacht werden. Kleinere notwendige Reparaturen aber auch Umbauten sind nötig.

Wir waren überwältigt. Unsere Freunde wussten von unserem Hochzeitstag und haben eine tolle Party organisiert. Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt, gelacht und erzählt. Einfach Gastfreundschaft pur!
da fällt der Abschied doppelt schwer

Leider geht unsere Reise dem Ende entgegen. Der Rückflug ist bestätigt. Jetzt geht’s noch einmal für zwei Tage nach Buenos Aires und dann nach Deutschland. Mit Sicherheit kommen wir wieder, der grobe Plan für das nächste Abenteuer ist fix.

Der Norden

Nach den vielen tollen Wochen im Süden sind wir nun doch Richtung Norden unterwegs. Der Vorteil, endlich richtig Sommer. Ab Temuco geht’s erstmal auf die Autobahn um Kilometer zu schaffen. Zum Übernachten fahren wir in kleine Orte. Manchmal bleiben wir dort auch zwei Nächte weil es einfach schön ist. Um über den Pass Cristo Redentor de Los Andes zu kommen mussten wir durch Santiago durch, was relativ gut ging. Der Pass war dann die Entschädigung für die Mühen. Übernachtung am Lago del Inca auf 2800 m, was uns trotz der Höhe fast keine Probleme bereitete. Der Grenzübergang auf 3300m war komplett neu wie viele Strassen hier Oben. Die freundlichen Zollbeamten gaben uns auch Problemlos eine Aufenthaltsgenehmigung von 8 Monaten für das Auto. Also müssen wir nicht über Uruguay heimreisen, macht für uns vieles leichter.

Campingplatz, direkt am Fluss wie so oft in Chile mit Familienanschluss.
Immer wieder kommen wir mit den Menschen ins Gespräch, wird dann meistens sehr spät und oft auch lustig. Am Wochenende ist es besser offizielle Campingplätze zu meiden. Wir haben den Eindruck das jeder Chilene am Wochenende zum Camping fährt.
Die Passtrasse hinauf zum Grenzübergang, da macht Auto fahren Freude
Unser Schlafplatz, die Laguna del Inca, eine Farbenpracht.
Der Blick auf den Aconcagua, den mit fast 7000 m höchsten Berg auf dem amerikanischen Kontinent.
Vorbei am alten Inca Dorf Richtung Mendoza, die Farbenpracht ist einmalig. Die 100 km nach der Grenze bis Mendoza lassen uns noch mal mit Wehmut auf die Anden blicken. Hinter jeder Kurve gibt es tolle neue Motive. Die Berge sind nicht mehr bewaldet wie im Süden, die Täler aber trotz der Trockenheit oft grün, die Flüsse hier im Sommer aber meist nur noch kleine Bäche.
Drei schöne Tage am See in der Nähe von Potrerillos, die Zufahrt mal wieder abenteuerlich. Die erste Nacht ganz allein, am zweiten Abend kamen noch einige Tagesausflügler, wie in Argentinien üblich, jeder macht Feuer und grillte bis spät in die Nacht. Am nächsten Morgen wurden wir dann schon gegen 7.00 Uhr geweckt. Eine Tauchschule mit allem Equipment und vielen Leuten baute ihr Lager auf. Kommen aus Buenos Aires und sind die Nacht durchgefahren. War uns dann trotz Angebote zum Tauchlehrgang dann doch zu wuselig, also nach dem Frühstück weiter Richtung Mendoza.
Alte Passtrasse
So sieht es heute aus. So ab 3500 m höhe gehen im Auto regelmäßig alle Warnlichter an. Die neuen Autos sind einfach für diese Höhen nicht gebaut Lt. Iveco aber kein Problem.
Mendoza, eine Millionenstadt an den Ausläufern der Anden. Mitten im Weinanbaugebiet gelegen. Fast jede Bodega bietet Führungen und natürlich Weinproben an. Überall in der Stadt gibt es großzügige Parks.
Bodega Zapata, eine der berühmtesten Bodegas in Argentinien. Leider haben wir keine vollständige Führung bekommen aber natürlich den guten Wein. Sie lassen nur wenige und langfristig angemeldete Besucher zu.
Auch das begeistert uns in Südamerika immer wieder. Man ist 100 km aus der Stadt weg und kommt in eine andere Welt. In der Nähe von unserem Schlafplatz am See eine kleine alte Ansiedlung. Der See, mit vielen Campingplätzen rings herum war fast nicht besucht. Hier hat die erste Schulwoche nach den Sommerferien begonnen.
Sieht vielleicht nicht so aus aber fährt noch. Stand in der Nähe von uns am See.

Termas Geometrica

Die Termas sind ein Traum. Wenn wir in der Gegend um Pucon sind gehören sie einfach dazu. In eine Schlucht integriert sind Termalbecken mit unterschiedlichen Temperaturen. Zum Schluss der Wasserfall mit Gletscherwasser für die Mutigen. Der pure Genuss.

Die Strecke der letzten Wochen.

Ruta de Los Siete Lagos.

Wir mussten kurzfristig unsere Rute ändern. Das Auto macht Probleme. Auf der argentinischen Seite ist eine IVECO Werkstatt, also über die Grenze nach Epuchen. Zum ersten mal gab es Probleme mit dem Zoll. Nach zwei Stunden durften wir endlich weiter. So richtig konnten sie in der Werkstatt das Problem auch nicht beheben, also mit südamerikanischer Gelassenheit weiter fahren, beobachten und ab und zu Hydrauliköl nachfüllen. Wir haben es locker genommen und sind jetzt auf der Panamerica, die auch ein Teilstück der sieben Seen Rute(ca 500 km lang)durch Argentinien und Chile ist. Die Panamerica wurde in den letzten Jahren weiter ausgebaut, was sich natürlich besser fahren läßt aber auch ein Stück der Romantik nimmt. Wobei die Landschaft auch hier wunderschön ist. In den großen Städten waren wir vor Jahren schon einmal und sind von der Entwicklung fast erschlagen aber auch begeistert.

El Bolson, vor Jahren ein Treffpunkt der Hippis in Südamerika, heute eine moderne Künstlerstadt mit vielen Gallerien und Kunstmärkten

überall können sich Hobbykünstler verwirklichen

Bariloche, schon immer ein Wintersportort, der auch im Sommer begeistert
Die Stadt wurde von Schweizern gegründet. Noch heute weht vor vielen Geschäften die Schweizer Flagge. Die Stadt ist wegen der vielen Schokoladenmanufakturen für Schokoladenliebhaber ein Traum
La Angostura sieht aus wie eine moderne Gauchostadt und ist ein touristischer Leckerbissen
Die Zufahrt vom Berg nach San Martin ist einfach sehenswert
San Martin de Los Andes, seit meinem ersten Besuch vor fast 15 Jahren schon immer meine Lieblingsstadt. Sie hat alles um hier zu leben, aber leider auch einen harten Winter mit viel Schnee. Hier haben wir gute Freunde besucht und notwendige Dinge erledigt.
Am Abend haben wir den 127 Stadtgeburtstag mitgefeiert, viele Umzüge, Musik und Tanz.

Von hier ging es dann über den Paso Hua Hum wieder weiter Richtung Chile immer auf der Ruta Siete Lagos. Der Paso ist nur im Sommer für 3 Monate geöffnet und sehr schwer zu fahren. Das Land ist alles Mapuche Land und ein Naturschutzgebiet. Wir hatten Glück und durften mit viel Überredungskunst zwei Nächte bleiben. Allein am See mit der Natur und den Tieren. Die Wassertemperatur im See hat auch zum Schwimmen eingeladen.

Blick aus dem Auto auf der Passtraße
machten am Morgen ordentlich Krach
Im Dorf erzählte uns der kleine Samuel mit Stolz das er einer der besten seiner Klasse ist und gerne zur Schule geht. Auf meine Frage ob er später mal zum Studieren oder zur Ausbildung in eine große Stadt gehen will macht mich seine Antwort sprachlos.“ warum soll ich hier weggehen, es ist so schön , du kommst extra aus Deutschland um das zu sehen“

Auf der Chilenischen Seite mussten wir zwischen Pirihueico und Puerto Fuy die Fähre nehmen. Drei Stunden durch eine tolle Fjordlandschaft.

Danach weiter immer an noch aktiven Vulkanen entlang. Der letzte Ausbruch des Villarica war erst 2015.

Jetzt geht es für uns langsam wieder Richtung Norden.

Carretera Austral

Unsere Besichtigungstour nach Norden geht weiter. Wir haben uns gegen die Panamericana durch Argentinien entschieden und bleiben auf der Ruta 7 durch Chile. Es sind zwar fast nur schwer zu fahrende Schotterpisten, dafür ist die Landschaft einfach wunderschön. Bis auf wenige Ausnahmen sind die meisten Orte an der Carretera recht klein und verträumt. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sei. Die wenigen größeren Orte, die auch gleich wieder viele Touristen anziehen haben wir versucht zu meiden oder nur zum Einkaufen besucht. Entweder haben wir irgendwo am Wasser übernachtet oder auf Grundstücken der Einheimischen, die Touristen gegenüber fast immer aufgeschlossen sind.

die Ruta 7
Endlich haben wir Sommerwetter, da die Gewässer aber fast ausschließlich von Quellen aus den Bergen und Gletschern gespeist werden laden sie nicht gerade zum Baden ein.
Leider waren die nächsten Wettkämpfe erst wieder in 5 Tagen
die einzige befestigte Straße im verträumten Ibanez
An die Entfernungen haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Das untere Schild sagt, dass man hier öfters die Fähre benutzen muss.
Das war echt hart, Dauerregen, Schotter und Steigungen von über 25%. Da war sogar mir manchmal komisch. Aber als Belohnung gab es dann relaxen in den Termas.
einer unser vielen schönen Übernachtungsplätze.
leider haben uns hier die Ranger nicht übernachten lassen
oft haben wir vor dem Ort gestanden und alles mit dem Rad besichtigt
Der kleine Ort in den Bergen an der Grenze nach Argentinien zieht Kletterer, Rafter, Radfahrer und viele andere Abenteurer aus der ganzen Welt an.
Hauptstraße
war uns fürs Kajaken dann doch zu wild
der Blick beim verlassen des Ortes

Fritz Roy

In Patagonien muß man den berühmten Berg Fritz Roy gesehen haben. Wir hatten das große Glück von unserem Übernachtungsplatz ca.30km vor El Chalten den Berg in seiner vollen Größe im Abendlicht zu sehen. Der Ort El Chalten selber wurde erst 1985 gegründet und ist ein Treffpunkt für Kletterer und Wanderer. Angekommen im Ort begann das Unwetter. Sturm, Regen und teilweise Schnee. Da der Ort in einem kleinen Tal liegt hat es uns voll erwischt. Wir durften wegen der Wetterlage und weggespülter Straßen in den Bergen den Ort drei Tage nicht verlassen.

Fritz Roy
El Chalten, hier kann man Tage ausharren
Eine kleine Gaststätte im Ort, wir mussten ja drei Tage warten!

Von hier aus sind wir dann weiter Richtung Norden durch die Berge. Die Natur, die Einsamkeit aber auch die Straße über den Pass Rebollo waren sehenswert.

Hier am Gletschersee waren wir zwei Tage
hier in den Bergen gibt’s kein Netz, da kam das Schild gerade recht
Büro am Grenzübergang Argentinien. Nicht nur die Fotos waren alt. Hier gab es kein Netz, wir mussten alles per Hand ausfüllen, jede Angabe wurde vom Grenzer und dem Zoll, natürlich separat, per Funk überprüft. Da wir das einzige Fahrzeug waren hatten sie natürlich Zeit und viele Fragen. Auf der chilenischen Seite natürlich nochmals.
So langsam ändert sich die Vegetation wieder, die Pflanzen werden größer und das Wetter wird langsam sommerlicher. Wir hoffen das es so bleibt.
sehen nicht immer stabil aus, aber halten
geschafft

Cochrane, der erste Ort nach über 350 km durch die Berge, einem komplizierten Grenzübergang, und ein langsam leer werdenden Tank. Irgendwie waren wir auch froh im Ort angekommen zu sein.

sieht viel aus, ist aber eine einzige Besichtigungstour

Nationalpark

Von Puerto Natales aus sind wir in den Nationalpark. Wo er anfängt merkt man sofort weil Eintritt kassiert wird. Aber wo hört er auf? Die Chilenen sagen zwar das der Park Torres del Paine ihrer ist, mag ja sein. Aber bis rauf zum Fritz Roy in Argentinien und darüber hinaus ist alles bis auf die wenigen Straßen und Orte ein schwerzugängliches wunderschönes zusammenhängendes Gebiet.

Die Weiterfahrt in den Norden muss warten. Wir bleiben noch einige Tage in diesem Gebiet. Die Grenzkontrollen und Schotterpisten nehmen wir locker, gehören dazu.

die Rangerstation mit Hotel und Campingplatz im Nationalpark

die ersten 35 km waren noch gut

aber dann

Wir hatten das Glück den Dreizack von unserem Stellplatz aus zu sehen, denn nach Aussagen der Ranger sind die Bergspitzen an 250 Tagen im Jahr in den Wolken.
tolle Sicht vom Camper aus, am Morgen danach war leider alles in den Wolken verschwunden
Am Morgen danach die Straße zum Grenzübergang. Weiter geht’s nach El Calafate, ein Wintersportort der auch im Sommer von vielen Touristen als Ausgangspunkt zur Weiterfahrt zum Perito Moreno genutzt wird. Die Stadt mit seinen 25.000 Einwohnern lebt komplett vom Tourismus, bietet aber auch alles was für einen schönen Urlaub gebraucht wird. Am zweiten Tag nutzten wir das tolle Wetter und sind dann auch gleich zum Gletscher. Schon die 90 km Anfahrt sind ein Naturschauspiel. Im Flusslauf neben der Straße sind immer wieder riesige Eisberge vom Gletscher zu sehen.
Der Perito Moreno bei Sommerwetter
sehr beeindruckend

Auf der Rückfahrt haben wir noch einmal in den Bergen übernachtet und sind dann weiter nach El Chalten um den Fritz Roy aus nächster Nähe zu sehen.

Ab in den Norden

Angekommen in Porvenir, einer kleinen Stadt an der Magallanstrasse. Hier haben wir nach unserer Expedition erst einmal 3 Tage relaxt.Von hier aus ging es dann mit der Fähre nach Punta Arenas. Die letzten 100 km nach Porvenir zur Fähre waren traumhaft schön immer am Wasser lang. Die üble Schotterpiste durch die Schluchten, auch da haben wir uns mittlerweile dran gewöhnt, war für uns nicht mehr anstrengend. Einfach den Luftdruck der Reifen auf 2,5 bar reduzieren und dann bei 20 bis 30 km die Landschaft und Tierwelt genießen. Bei der Überfahrt mit der Fähre, die relativ ruhig war, haben dann wir noch mal Pinguine gesehen und die Berge bewundert.

Viele Selkmanndenkmäler im Ort Porvenir. Sie haben hier bis 1920 noch nach traditioneller Lebensweise gelebt
der kleine gepflegte Stadtpark

Eigentlich wollten wir einige Tage in Punta Arenas bleiben. Die Stadt ist zwar schön hat aber keine guten Stellplätze. Also haben wir nur eingekauft und uns eine chilenische Simkarte besorgt. Das Aufladen war dann allerdings schwierig. Ausländer müssen sich extra registrieren lassen und können dann die Karte in einer Apotheke ( ja wirklich) aufladen. Erst haben wir gedacht wir verstehen es falsch. Hat aber funktioniert und muss alle 30 Tage wiederholt werden.

Punta Arenas

Nach einer Übernachtung sind wir dann nach Puerto Natales weiter. Die Stadt ist kleiner, hat tolle Stellplätze, gefällt uns einfach besser. Von hier aus wollen wir in 3/4 Tagen in den Nationalpark Torres del Paine.

die Stadt ist für Radfahrer super, haben wir natürlich viel genutzt
Blick aus dem Camper auf die Stadt

Weit ab von zu Hause haben wir hier in der Stadt Ralf seinen 60. Geburtstag gefeiert.

bei dem Blick will man garnicht einschlafen

Antarktis

Wir haben uns den Traum von einer Expedition in die Antarktis mit allem was dazugehört erfüllt. Die ersten Tage auf dem Schiff durch die Drake Passage haben mit dem Wind und den bis zu 5m hohen Wellen Kraft gekostet. Angekommen auf dem 7. Kontinent hatten wir dann aber einfach tolles Wetter. Die Fahrten zur Anlandung mit dem Zodiac ein Erlebnis. Die Wanderungen immer begleitet von Pinguinen, die sehr neugierig sind, anstrengend und schön. Aber auch die Sichtung von Walen und Robben sorgte immer wieder für Abwechslung. Trotz bester Planung durch das Expeditionsteam und aller Technik bestimmt in dieser Region der Erde doch die Natur den Tagesablauf.

Ausfahrt in Ushuaia, bei tollem Wetter. Das Schiff ist für ein Expeditionsschiff recht luxuriös.

Unsere ersten Schritte in der Antarktis
unser Schiff
Mittsommernacht in der Antarktis
mit den Zodiac unterwegs
Bei dem Besuch der verschiedenen Forschungseinrichtungen haben wir nicht nur viel gelernt sondern haben auch auf viele Dinge eine andere Sichtweise bekommen
die Seelöwen suchen immer sonnige Orte
Zum ersten Mal betreten wir mit einem komischen Gefühl eine Eisscholle im Ozean, das knarren und knacken und dazu noch richtig schlechtes Wetter sind schon Angst einflößend.

Der letzte aktive Vulkan der Antarktis

Nach gut einer Stunde Aufstieg konnten wir in den Krater des Vulcans schauen. Bei dem starken Wind mussten wir uns gegenseitig festhalten
Nach zwei Tagen Sturm wurden wir bei der Einfahrt in den Beaglecanal Richtung Ushuaia mit herzlichem Wetter verwöhnt.

Jetzt ein oder zwei Tage ausruhen und dann gehts langsam Richtung Norden wieder in den Sommer

Ushuaia

Angekommen! Die südlichste Stadt der Welt (Fin del Mundo – Ende der Welt) beeindruck schon bei der Einfahrt von der Ruta 3(eine andere gibt es auch nicht). Links der Hafen und rechts die Stadt, dahinter die schneebedeckten Berge. Vieles ist hier auf den Wintersport ausgerichtet. Die 12 Wochen Sommer, fühlt sich mehr wie Frühling an, nutzen viele Overländer gerade über die Weihnachtszeit für einen kurzen Besuch.

Die Begrüßung
Einkaufsstraße im Ort
urgemütliche Kneipe

Unser Campingplatz am Stadtrand mal wieder mit Familienanschluss. Bevor es noch einmal raus in die Natur in den Nationalpark geht können wir von hier wunderbar die Stadt erkunden und viele notwendige Dinge erledigen.

Das letzte Teilstück unserer Reise zur südlichsten Stadt der Welt. Bis hier sind wir über 4000 km unterwegs gewesen, tolle Landschaften gesehen, viele Tiere beobachtet, nette Menschen kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen.

Die Stadt mit den vielen Museen, der beeindruckenden Geschichte und der tollen Landschaft ist es wert länger zu bleiben. Die Tage hier haben wir intensiv genutzt. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel, die hier kostenlos sind! Die Entscheidung ob wir weiter fahren oder noch hier bleiben treffen wir nach unserer Antarktisexpedition.

Ab in den Nationalpark, auch nach über 3000 km das Ende der Ruta3

Bei der Einfahrt werden wir mit den persönlichen Daten registriert, einmal zur Kontrolle, aber auch zu unserer eigenen Sicherheit. Die teilweise unberührte Natur aber auch die Wege machen es glaub ich notwendig. Mehr als drei Tage dürfen wir leider nicht bleiben.
für nicht motorisierte Tageausflügler gibt es auch die Bahn
Sehen zwar abenteuerlich aus, stürzen aber nicht ein! Im Hintergrund die Station der Gendarmerie, wir sind ja auch an der chilenischen Grenze
Unser Campingplatz am Rio Pipo( geeignet nur für autarke Camper )im Nationalpark. Hier haben wir auch wieder Gehni und Conny getroffen. Am späten Abend kamen noch Rolf und Margrit, auch aus der Schweiz dazu. Von hier aus gibt es viele Wanderwege, leider schlecht mit dem Mountainbike zu befahren.
kleiner Hafen am See
Bei gutem Wetter sind die Straßen leicht zu befahren, aber wenn es regnet, oh je!
Der Beaglecanal, von hier aus geht es für uns zurück zur Stadt und dann aufs Schiff