Ruta 3

Wieder in Argentinien angekommen waren wir in der Stadt Gualeguaychu um einzukaufen und Geld zu tauschen. Gleich der erste Schock. In der ersten Bank haben wir noch geglaubt die wollen uns übertölpen, in der nächsten Bank der gleiche schlechte Kurs. Zum ersten mal seit über 20 Jahren hat der Euro gegenüber dem Peso an Wert verlorenen, und das gleich mehr als 10% seit Februar diesen Jahres!!

Für den Weg in den Süden haben wir die Strecke am Atlantik gewählt. Bis auf kleine Umwege um gute Übernachtungsplätze, aber auch um Sehenswürdigkeiten zu finden sind wir schon und werden wir noch die nächsten 3 bis 4 Wochen auf der Ruta bleiben. Je weiter wir südlich kommen werden die Ortschaften immer spärlicher und auch kleiner. Jetzt nutzen wir jede Möglichkeit zum tanken und einkaufen. Heute sind wir von einer kleinen Stadt in den nächsten kleinen Ort 250 km unterwegs gewesen, teilweise auf Schotterpisten.

30 km von der Ruta in die Stadt Pehuen
der Stellplatz
Tanzfest in der kleinen Stadt Pehuen, eine ganzen Wochenende zum ausruhen und genießen
Tierbeobachtung in El Condor, je weiter wir südlich kommen je mehr ändert sich die Tier-und Pflanzenwelt
Kolonie der Felsensittiche

unser Standort für 2 Nächte
Blick aus dem Camper, Sonnenuntergang
im Frühling wird gerade die Badesaison vorbereitet und es gibt so gut wie keine ( außer uns) Touristen
die bisherige Strecke

Uruguay

Unser erster Anlaufpunkt war das Paraiso Suizo direkt am Atlantik gelegen. Von der Schweizerin Silvia mit viel Umsicht und Liebe geführt. Ein beliebter Treffpunkt für Overländer aus vielen Ländern. Der abendliche Erfahrungsaustausch und die Erlebnisberichte sind immer wieder interessant und oft auch hilfreich. Danach waren wir noch 3 Tage weiter Nordwärts unterwegs bevor es zurück nach Argentinien ging. Die Grenzkontrollen waren noch nie so locker wie heute. Nach 10 Minuten waren wir fertig.

Tolle Einfahrt
Stellplatz
Strand
Früstücksgast
die kleine Holzkirche

Danach haben wir wieder die Einsamkeit gesucht und gefunden.

Die Straße immer mit Meerblick ist traumhaft

Urdinarrain

Endlich wieder in Südamerika angekommen, von Freunden vom Flughafen abgeholt sind wir gleich wieder in die Gemeinschaft integriert.

Die Geburtstagsfeier unserer Freundin Elva gleich am zweiten Tag war Klasse. Viel gutes Essen, guter Wein, tolle Gespräche mit ihren Gästen und viel hausgemachte Musik brachten eine tolle Stimmung.

Vor gut zwanzig Jahren waren wir das erste mal in der Stadt und sind immer wieder von der Entwicklung begeistert.

die Schule
Landwirtschaftliches Museum

Gestern waren wir zum ersten Mal auf einer traditionellen Rinderauktion.

Unser Camper ist gepackt und vollgetankt so das es am Wochenende erst nach Uruguay ans Meer geht und dann ab in den Süden.

Mit Starthilfe ging’s dann endlich los.

Planung

Wieder zu Hause reifen natürlich schon wieder neue Ideen für die nächste Reise. Den europäischen Sommer nutzen wir, um in Europa zu reisen aber auch um die logistischen Anforderungen einer Reise zum Südpol zu meistern. Wir planen den Sommer( ab November) auf der Südhalbkugel zu nutzen um mit dem Auto durch Feuerland bis nach Ushuaia( die südlichste Stadt unseres Planeten) zu fahren und von dort mit einem Expeditionsschiff weiter Richtung Antarktis.

Wieder langsam zurück

So langsam müssen wir die Rückreise planen. Der lange Weg wieder einemal quer durch Argentinien ist notwendig. Wir haben uns dafür mehrere Tage Zeit gelassen, auch um die wenigen Orte unterwegs zu besichtigen und natürlich auch um einmal in eine der berühmten Bodegas in San Rafael einzukehren.

unser Weg zurück nach Buenos Aires

Jetzt noch das Auto abstellen, den Rückflug bestätigen, vielleicht noch in Buenos Aires verweilen um eine der berühmten Tango Shows zu besuchen und dann zurück nach Deutschland um den nächsten Tripp zu planen.

kleiner Ort mit toller Einfahrt
Übernachtung am Sportplatz, da hätte man die vielen Sportgeräte gleich zum Frühsport benutzen können(hätte)

hier ganz normale Entfernungen
große Einfahrt für ein sehr kleines Dorf
Musiker fürs Morgenkonzert

Vom Pazifik über die Anden

Der Pass Vergara über die Anden nach Argentinien war natürlich der Hammer, die unendlichen Weiten, fast unbewohnt, kann man in Bildern gar nicht festhalten. Nicht immer einfach zu fahren haben wir trotzdem Höhen von über 4000 m geschafft.

Die Stadt Malargüe, der erste Ort nach 200 km durch die Berge ist eigentlich ein touristisch toll angelegter Wintersportort, hat aber auch im Sommer seine Reize.

jetzt ein kleiner Bach und im Frühjahr ein reizender Strom
See auf 2800 Höhe
übernachten in den Bergen
Malargüe

Am Pazifik immer weiter Richtung Norden haben wir wunderschöne Buchten, tolle Dörfer und Menschen kennen gelernt. Nach dem wir dann doch Richtung Argentinien abgebogen sind haben wir uns vorgenommen den Pazifik irgendwann einmal den ganzen Sommer zu bereisen.

Hafen der Stadt Lebu
leider ist der Pazifik meistens zu kalt oder zu wild zum schwimmen
Morgens auch mal schön ruhig(allerdings sehr selten)
einer der vielen schönen Abende am Pazifik

Pazifik

Da wir auf der Fähre unser Auto nutzen konnten waren die 11 Stunden sehr entspannend. Die Gletscher und Vulkane in den Fjorden sind beeindruckend. Aber nach Einbruch der Dunkelheit haben wir natürlich unseren Camper genutzt und kamen am Morgen zur Frühstückszeit entspannt an. Nach einem kurzen Tripp ins Landesinnere zum Besuch zweier von deutschen Auswanderern geprägten Dörfern ging es aber direkt wieder ans Meer. Überrascht waren wir von den vielen deutschen Traditionen und der Vielzahl von deutschen Auswanderern in den letzten Jahren.

die Fähre
Vulkan Osorno
Fruitelar
Der Stolz der Feuerwehr, leider hinter Glas
Club Aleman mit Gaststätte

Sportplatz des Club Aleman

Hinter den Dörfer begann der nur von Mapusche bewohnte Landstrich. Die bewohnten und teilweise unbewohnten Buchten und Täler sind meist noch ursprünglich und touristisch nicht erschlossen. Gerade das macht den Reiz unserer Reise aus.

Blick auf das Dorf
Hauptstraße des Ortes

Delphine dicht am Strand und Spaziergang der Hausschweine, die hier neben Kühen, Ziegen und Hunden frei rumlaufen

gibt’s hier an fast jeder Ecke

Gletscher

Trotz der vielen Kilometer haben wir erst sehr wenig von Südamerika gesehen. Den kälteren Süden heben wir uns für die nächste Reise auf. Es gibt so viele schöne Orte wo wir einfach länger geblieben sind. Weiter in den Süden wollten wir jetzt auch nicht mehr. Das Wetter dort wird so langsam winterlich. Aber ab Morgen schaffen wir viele Kilometer ohne uns anzustrengen. Mit der Fähre geht’s durch die Fjorde Richtung Norden und dann noch mal ans Meer.

Chaiten
der Ort von der Fähre aus

Gletschersee(für Eisbader)

Camping an der Südseite des Sees
unsere ungefähre Route bisher

Die Anden

Wie immer ist die Tour durch die Anden wunderschön. Kleine Städte und Dörfer, nette Menschen und eine Natur wie für einen Naturfilm aufgebaut. Am letzten Wochenende hatten wir das Glück ein Rodeo zu erleben, hier im Süden Chiles Volkssport und ein Muss. Vom Nationalstolz waren wir beeindruckt. Beim abspielen der Nationalhymne standen alle auf und sangen mit! – Wir campen hier in einem kleinen Dorf hoch in den Anden und gerade hat uns eine Frau frische Eier fürs Frühstück gebracht!- Jetzt gehts weiter in den Norden, zwei Tage Thermalbäder und dann an den Pazifik.

die Arena

Einmarsch der Gaucho
Blick auf COYHAIQUE

ein riesiges Gauchofest in der Stadt, aber ab 12.30 Uhr ist Mittagsschlaf bis 16.00 und dann geht’s aber bis 5.00 Uhr in der früh
Blick aus dem Auto heute Morgen

La Pampa

Die ca. 800 km durch die Pampa und über den Pass nach Chile und das größten Teils auf Schotterpisten waren anstrengend und wunderschön. Nach der Fahrt über den Pass haben wir ernsthaft überlegt noch einmal umzukehren, so schön war die Landschaft. Das große und wenig bewohnte Patagonien ist einfach beeindruckend. An einem Tag ist uns nur ein Auto begegnet !

eine vergessener Rastplatz in der Pampa
passte dazu
wegen der vielen Hunde haben wir es vorgezogen vor dem Tor zu schlafen
Blick aus dem Auto
solche Begegnungen gibt’s nur hier, die Gauchos schaffen täglich ca 50 km mit der Herde
Schöner Rastplatz
die nächste Grenze überquert
die Weite des Landes kann man nicht in Bildern festhalten