Nach einem kurzen Stopp am Meer sind wir weiter ins Landesinnere gefahren. Durch das Inland von Costa Rica zieht sich eine gewaltige Bergkette. Mit knapp 3900 m ist der Chirripo der höchste Berg des Landes. Hier am Fuße des Berges, auf fast 2900 m, lag auch unser kleines Hotel – klein, einfach und gemütlich. Wie fast immer war die Anfahrt abenteuerlich und Annett fand die Fahrt durch die Berge auch nicht so gut. Zum ersten mal auf unserer Reise brauchten wir am Abend lange Hosen und eine Jacke.
Unser Hotel Blick in die Wolken Chirripo – den Wanderweg bis ganz nach oben haben wir uns erspartEine sehr wackelige Angelegenheit Auch das gibt es hier noch
Wir machen nun eine Woche Urlaub vom Urlaub, in einer tollen Lodge am Meer, direkt vor einer Lagune voll mit Krokodilen. Hier fehlt es an nichts. Mitten im Nationalpark, vorne das Meer, hinten der Dschungel, einfach große Klasse. Die Anfahrt war natürlich der Hammer. Wir haben doch glatt für die letzten 28 km zwei Stunden gebraucht, mit zwei kurzen Stopps, um uns an einem klaren Bergfluss zu erfrischen. Es ging nicht anders, da wir Auto fahren dem Reiten vorgezogen haben. Zum Abendessen haben wir uns dann mit Stirnlampen bewaffnet, um vom Haus ca. 200 m durch den Dschungel zum kleinen Restaurant zu gelangen.
Der Pool am Haus
Der Blick von der Terasse
Unser Strand an der Lodge
Nach 7 Tagen Ruhe wollen wir weiter, wieder Land und Leute kennen lernen, vielleicht noch mal zum Campen und dann mit Sicherheit noch einmal in die Berge. Hier in der Lodge, eigentlich am Strand, haben wir auch Geburtstag gefeiert. Leider müssen wir heute die beschwerlichen 28 km wieder zurück bis zur Hauptstraße.
Die Tier-und Pflanzenwelt ist sehr abwechslungsreich und schön. Auf unseren Exkursionen in den Dschungel haben wir viele der hier lebenden Tiere gesehen. Etwas verwundert waren wir, eine Gaststätte eigentlich im Nirgendwo zu finden.
Der südlichste Punkt unsere Reise liegt hinter uns. Auf der Suche nach einer Lodge am Meer mussten wir hier einfach einen Tag bleiben. Einsam und traumhaft.
Ein langer Tag im Delta liegt hinter uns. Die Tier und Pflanzenwelt ist beeindruckend, das Klima allerdings auch. Die Mangrovenwälder sind Heimat für unzählige Tiere.
Auf unserem Weg in den Süden machten wir für ein Wochenende Zwischenstation am Meer. Der kleine Ort mit Campingplatz war wieder ideal gelegen. Toller Strand, ein kleiner Markt und eine Gaststätte mit Livemusik.
In den Bergen fanden wir eine tolle Cabana, die wir als Ausgangspunkt für Exkursionen in die Naturschutzgebiete und am Rio Negro nutzten. Mit einem kleinen Boot, natürlich mit Guide, fuhren wir den Fluss bis nach Nicaragua rauf, um uns die tolle Tierwelt anzusehen. Anstrengend, aber wunderschön.
Unsere Cabana
Hier wird Kakao noch teilweise wie vor 100 Jahren angebaut und bearbeitet
Am letzten Tag in den Bergen waren wir in der kleinen sehr schönen Stadt unterwegs, die vom Tourismus und Kakaoanbau geprägt ist. Hier findet man alles für einen schönen Urlaub: Fahrradtouren, Adventurangebote und viele kleine Gaststätten mit einheimischen Gerichten. Natürlich haben wir auch einen halben Tag im Spa verbracht, anders wie unsere heimischen, aber trotzdem sehr schön und erholsam.
In Costa Rica ist Kaffee trinken fast eine Religion, heute wie früher. Der Kaffee wird dabei frisch am Platz aufgebrüht. Die Besichtigung einer Kaffeeplantage in den Bergen hat sich gelohnt.
Die beschwerliche Anreise hat sich gelohnt. Wir haben wieder einen tollen Platz zum Campen gefunden. Der kleinen Stadt in der Nähe werden wir sicherlich auch einen Besuch abstatten.
Den Strand schon mal im BlickUnser StrandStrandgaststätteKleines Fischerdorf Kleiner Ort
An letzten Abend in der Lodge haben die Gastgeber extra die Bar für uns geöffnet. Wie auf Bestellung hatten wir auch noch mal einen besonderen Gast. Die Zeit hier war wunderschön, aber jetzt zieht es uns weiter. Wir wollen Land und Leute kennenlernen. Bei den Temperaturen suchen wir uns wieder einen schönen Stellplatz am Meer.
Unseren erst einmal letzten Tag am Meer nutzten wir für Exkursionen. Wir haben das Glück, genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Morgens um 5:30 Uhr, kurz bevor die Sonne scheint, schlüpfen die kleinen Schildkröten am Strand. Auf dem beschwerlichen Weg vom Strand bis ins Meer werden schon ca. 80 % der jungen Kröten von Vögeln gefressen. Nach vielen Jahren kehren sie dann wieder ausgewachsen an den gleichen Strand zurück, um ihre Eier abzulegen. Abends, wenn die Flut kommt, verbuddeln sie ihre Eier am Strand.
Da wir mittlerweile sehr wählerisch geworden sind, hat die Suche zwar lange gedauert, sich dafür aber gelohnt. Unsere Erfahrungen haben sich mal wieder bestätigt: wenn ein Platz schwer zu erreichen ist, lohnt es sich oft, die Strapazen auf sich zu nehmen, so auch dieses Mal. Direkt am Meer, einsamer Strand, ein Geheimtipp.
Da war der 4×4 gefordert Genau so wollten wir es haben Nur mit ihm mussten wir den Platz teilen